ICESOL

Die Sonne trifft auf Eis

ICESOL nennt sich ein innovatives Heizungssystem, das aus drei Elementen besteht: einer Wärmepumpe, einem unverglasten Solarkollektor und… Eis. Sie haben richtig gelesen, mit Eis zu heizen ist möglich und ausserdem effizient.

Während 6 Monaten im Jahr deckt das ICESOL System ihren Warmwasser- und Heizungsbedarf fast ausschliesslich mit der Sonnenenergie. In diesem Zeitraum macht die Wärmepumpe Urlaub. Fazit: Ihre Stromrechnung wird reduziert und die Anlage hat eine längere Lebensdauer. In den restlichen 6 Monaten arbeiten die Solaranlage, die Wärmepumpe und der Eisspeicher Hand in Hand und sorgen für eine effiziente und sichere Energieversorgung. 

Heizen mit Eis? Wie funktioniert das?

Wenn die Sonne alleine nicht mehr ausreicht um Ihr Haus zu heizen, springt die Wärmepumpe des ICESOL-Systems an. Sie holt sich ihre Energie aus einem mit Wasser gefülltem Speicher. Da die Wärmepumpe dem Wasser die Energie entzieht, wandelt sich das Medium nach und nach in Eis um und setzt in diesem Prozess reichlich latente Wärme frei. 

Sobald die Solarkollektoren eine Temperatur über Null aufweisen, können sie das so entstandene Eis zum Schmelzen bringen und der Kreislauf kann von vorne beginnen. 

Der Eisvorrat wechselt den ganzen Winter durch seinen Zustand: aus Wasser wird Eis und umgekehrt. Ein reversibler Prozess und Möglichkeit verlustfrei Energie zu speichern. 

Die Grafiken zeigen den COP der Wärmepumpe (für Brauchwasserversorgung resp. Heizung) und den Effekt des Phasenwechsels im Eisspeicher. Es wird verhindert, dass der COP unter 4.7 (Heizung mit VL-Temperatur 35°C) resp. 3.0 (Brauchwasserversorgung à 55°C) fällt.


Das PREMIUM IceSol Heizsystem nutzt bis zu vier verschiede, erneuerbare Energiequellen:

  • Das Eis: Es hat eine zentrale Rolle in diesem System. Wenn Wasser sich in Eis verwandelt, gibt es die äquivalente Menge Wärme ab, wie 80°C heisses Wasser, das auf 0°C abgekühlt wird.  
  • Die Sonne: PREMIUM IceSol nutzt die Sonnenenergie vollumfänglich aus, auch bei sehr niedrigen Temperaturen. Ein Teil der Wärme wird für das Schmelzen des Eisvorrats eingesetzt. Beim Einfrieren des Wassers wird diese Energie wieder freigesetzt und kommt der Wärmpumpe zugute. So schliesst sich der Kreis. Dabei arbeitet die Wärmepumpe optimal im Bereich zwischen 0° und 20°C
  • Die Luft: die unverglasten Solarkollektoren funktionieren auch als Wärmetauscher. Sie entziehen der Umgebungsluft die Energie und speisen diese ins System ein. Die Kollektoren liefern somit auch Energie, wenn die Sonne nicht scheint.
  • Die Erde: Bei unterirdischen Eisspeichern wird zusätzlich Energie aus dem Erdreich aufgenommen.

Ihre Vorteile:

  • Eine ideale Lösung für Neubauten und gut isolierte Gebäude.
  • Kein administrativer Aufwand: Keine Bohrbewilligung für Erdsonden, kein Rechtsgeplänkel für die Nutzung des Grundwassers, keine Lärmbelästigung.
  • Der Wirkungsgrad der Anlage ist vergleichbar bzw. grösser als der einer geothermischen Wärmepumpe.
  • Die Sonnenenergie wird vollumfänglich genutzt, eine unerschöpfliche Quelle.
  • Ausgezeichnet geeignet für sonnige Lagen.